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Risiken und Grenzen

Bei der Haartransplantation handelt es sich um eine reine Umverteilung von vorhandenen Haaren. Eine Vermehrung von Haarwurzeln findet nicht statt. Die Grenze des Verfahrens liegt daher in der Spenderkapazität des Haarkranzes. Ist für die Bepflanzung großer Kahlstellen die Anzahl der benötigten Haare zu hoch, wird es nur eine Teillösung geben. Da der Haarausfall ein langjähriges Geschehen ist, darf nicht bereits in jungen Jahren eine völlige Ausbeutung des Haarkranzes stattfinden. Hier sollte immer eine Reserve belassen werden. Aufgrund der begrenzten Spenderkapazität und ästhetischer Gesichtspunkte sollte die Anlage des Haaransatzes nicht zu tief im Gesicht erfolgen, da im Falle einer späteren Oberkopfglatze kein Material für eine ausreichende Bedeckung zur Verfügung stünde.

Wie jeder chirurgische Eingriff hat auch die Haartransplantation allgemeine und spezielle Operationsrisiken. Hierzu zählen vor allem Schwellungen, Taubheitsgefühle, Wundinfektion, allergische Reaktionen, Narbenbildung und vorübergehende optische Beeinträchtigung durch sichtbare Wundkrusten. Die individuelle Risikoabwägung wird in einem ausführlichen ärztlichen Vorgespräch erörtert. Verglichen mit anderen ästhetisch-chirurgischen Eingriffen sind die Risiken der Haarverpflanzung eher niedrig. Die strikte Risikominimierung für den Patienten erfolgt durch weitreichende Qualitätssicherungsmaßnahmen, wie das Einhalten eines Hygienemanagements, den Einsatz modernster Geräte, Beschäftigung von gut ausgebildetem, langjährig erfahrenem Personal und der größtmöglichen operativen Sorgfalt.